Wachst du zwischen Schlafzyklen und während des REM-Schlafs auf?

By: SleepScore Labs  |  November 2nd, 2021

Denkst du bei einer perfekten Nachtruhe an 8 Stunden ununterbrochenen, fast todesähnlichen Schlaf? Für die meisten klingt das wie ein himmlischer Traum. In Realität ist das jedoch sehr selten so. Tatsächlich ist es häufiger der Fall und auch natürlicher, dass Menschen nachts mehrfach aufwachen. Doch warum wachen wir nachts auf, wie oft ist es gesund und wie können wir seltener aufwachen? Sehen wir es uns einmal an.

Warum wachen wir zwischen Schlafzyklen auf?

Schlafforscher haben bereits seit Jahrzehnten das Konzept einer „normalen“ Schlafroutine untersucht. Die Ergebnisse sind unterschiedlich, wobei insbesondere die Kultur und die Tagesroutine eine Rolle spielt.

Infolge der Entwicklung des Elektroenzephalogramms (EEG) in den 1920er Jahren konnten Wissenschaftler herausfinden, dass sich das Gehirn im Schlaf nicht einfach „ausschaltet“. Tatsächlich durchläuft es mehrere Phasen der Aktivität, wie z. B. Non-REM-Phasen ohne schnelle Augenbewegungen und darauf folgende REM-Phasen mit schnellen Augenbewegungen. Diese Phasen werden von Hormonen reguliert, die körperliche Ruhe und Erholung sowie das Träumen unterstützen. Psychologen schreiben dies den Versuchen des Geistes zu, die Erfahrungen und Reize des Tages einzuordnen und zu verarbeiten.

Diese Zyklen können von Person zu Person unterschiedlich sein, spielen jedoch eine wichtige Rolle für einen erholsamen Schlaf.

Was ist eine normale Häufigkeit für nächtliches Aufwachen?

Eine Studie der National Institutes of Health konnte bei der durchschnittlichen Aufwachhäufigkeit keine geschlechtsspezifischen Unterschiede feststellen. Allerdings kam sie zu dem Ergebnis, dass ältere Personen in der Regel häufiger aufwachen. Tatsächlich wachen wir in der Nacht im Durchschnitt sechsmal auf. Unser Körper durchläuft in der Nacht verschiedene Schlafphasen, einschließlich Tiefschlaf und REM-Schlaf. Dabei geht er von leichteren zu tieferen Schlafphasen über.

In den leichteren Schlafphasen kommen wir oft wieder zu Bewusstsein oder nehmen zumindest unsere Umgebung stärker wahr, bevor wir wieder in einen tieferen Schlaf versinken und sich der Zyklus wiederholt. Dieses Aufwachen kann durch Außeneinwirkungen wie Geräusche, künstliches Licht, Bewegungen des Partners oder andere Ursachen verstärkt werden. Wir können diesen Außenreizen jedoch durch ein kühles, dunkles und ruhiges Schlafzimmer entgegenwirken. Außerdem gibt es Möglichkeiten, unsere Zeit im Tiefschlaf zu verlängern.

Regelmäßiges Aufwachen ist Teil eines normalen Schlafzyklus. Stress aufgrund physischer oder psychischer Störungen kann jedoch zu häufigeren Unterbrechungen des natürlichen Schlafzyklus führen.

Tipps für weniger häufiges Aufwachen in der Nacht

Eine wichtige Technik zur Bewältigung von Schlafunterbrechungen ist das Vermeiden von übermäßiger Stimulierung vor der Schlafenszeit. Das Meditieren mit schlaffördernden ätherischen Ölen, das Lesen eines Buches, das Aufsetzen einer Schlafmaske oder Atemübungen können deinen Fokus zur Schlafenszeit verbessern. Diese Aktivitäten ermöglichen Körper und Geist, ruhig und entspannt zu bleiben, und erleichtern die Rückkehr zu einem Zustand der Müdigkeit.

Manchmal wachen wir auch einfach auf, weil wir auf die Toilette müssen oder die Schlafposition wechseln möchten. Bei häufigem Aufwachen über einen längeren Zeitraum sollte allerdings ein Arzt oder eine Ärztin hinzugezogen werden, da dies ein Symptom für ein ernsteres Problem wie Schlaflosigkeit oder Schlafapnoe sein könnte.