Du kannst ohne Alkohol nicht schlafen? 5 Alternativen zum Ausprobieren

By: SleepScore Labs  |  Dezember 10th, 2021

Nach einem langen Tag im Büro haben die meisten das Bedürfnis, sich zu entspannen. Und es ist natürlich einfach, sich eine Flasche von seinem Lieblingsgetränk zu gönnen, um Dampf abzulassen und die Spannungen des Tages zu lösen. Ein gelegentliches Bedürfnis nach Alkoholkonsum ist zwar normal, aber wenn er zur täglichen Gewohnheit wird, kann er sich negativ auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden auswirken. Alkoholkonsum kann auch abträglich für deinen Schlaf sein, da der Alkohol in deinem Blut die Erholungseffekte deines Schlafzyklus stört und beeinträchtigt.

Wie wirkt sich Alkohol auf den Schlaf aus?

Alkohol kann zwar anfangs schläfrig machen, aber die Qualität des alkoholisierten Schlafs ist nicht besonders gut. Die Gehirnaktivität der Deltawellen verlangsamt sich, was die Effektivität der Gedächtnisbildung und die Verankerung von Lerninhalten beeinträchtigt.  Gleichzeitig beschleunigt sich die Gehirnaktivität der Alphawellen, was normalerweise im Schlaf nicht der Fall ist. Die Kombination dieser konkurrierenden Gehirnaktivitäten beeinträchtigt die Qualität des Schlafs. Alkoholkonsum kann auch zu häufigerem Aufwachen mitten in der Nacht führen, weil der Alkohol chemische Rezeptoren im Gehirn blockiert, die normalerweise Schläfrigkeit auslösen würden, und weil er harntreibend wirkt, was zu mehr Toilettengängen führt. Alkohol stimuliert außerdem die Produktion von Adenosin, einem chemischen Stoff, der mit Wachsein in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Schnarchen, der dazu führen kann, dass du deine*n Partner*in störst. Am schlimmsten ist, dass Alkohol den REM-Schlaf blockiert, der als die wirksamste Phase des Schlafzyklus gilt. Der REM-Schlaf ist bekanntlich der Teil des Schlafs, der für die Regeneration am wichtigsten ist. Daher fühlen sich Trinker auch nach einer langen Nacht des „alkoholisierten“ Schlafs oft erschöpft und unausgeruht. Für eine gute Nachtruhe ist es im Allgemeinen eine gute Idee, die Menge und die Häufigkeit des Trinkens insgesamt einzuschränken, insbesondere abends vor der Schlafenszeit. Deshalb hier ein paar Alternativen zum Griff zur Flasche, wenn du dich entspannen möchtest.

Alternativen zum Alkohol als Schlafhilfe

  1. Tee oder kohlensäurehaltiges Wasser Vieltrinker sind meist darauf fixiert, oral eine Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der Ersatz durch Wasser mit Kohlensäure, das die Bläschen von Bier imitiert, oder durch Tee kann sehr effektiv sein. Vor allem koffeinfreier Tee wirkt beruhigend und kann zur Entspannung beitragen, ohne dass du nervös wirst.
  2. Duschen oder Baden Warmes Wasser auf der Haut öffnet die Poren und regt die Sinne an. Außerdem wird die Durchblutung gefördert und die Muskeln werden entspannt. Anstatt die Korken knallen zu lassen, lass lieber ein paar Seifenblasen in der Badewanne aufsteigen und gönne dir ein Wellness-Erlebnis. Und danach kannst du deine Entspannung mit einigen ätherischen Ölen verstärken, um den Schlaf zu fördern. Vielleicht wachst du auf und fühlst dich glücklich und nicht verkatert.
  3. Musik, Fernsehen und Bücher Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu Hause abzulenken: Musik, Fernsehen oder ein gutes Buch. Oft entsteht das Bedürfnis nach Alkohol aus Langeweile. Wenn der Geist und die Sinne anderweitig beschäftigt sind, ist das Verlangen nach dem leckeren Scotch nicht mehr so dringend.
  4. Mache einen Spaziergang Die Gewohnheit, abends einen Spaziergang um den Block zu machen, scheint ein wenig altmodisch zu sein. Aber ein Spaziergang ist nicht nur eine gute Möglichkeit, aus dem Haus zu kommen und die Gegend zu erkunden, sondern auch eine einfache und gesunde Alternative zum Cocktail am Abend.
  5. Unterhalte dich mit Freunden, Familienmitgliedern und sogar Selbsthilfegruppen, um dich über den Stress des Tages auszutauschen. Du kannst ein paar Lacher ernten und sogar eine gemeinsame Basis mit deinen Mitmenschen finden, die ebenfalls mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen haben. Oftmals kann das Durchbrechen einer lebenslangen Gewohnheit durch ein paar Worte von vertrauenswürdigen Freund*innen oder Mentor*innen erreicht werden.