Diese Anzeichen weisen auf zu viel Schlaf hin

By: SleepScore Labs  |  Dezember 10th, 2021

Zu langes Schlafen: Warnsignale für zu viel Schlaf

Wenn du ständig verschläfst und dich tagsüber übermäßig schläfrig fühlst, könnten deine exzessiven Schlafgewohnheiten die Folge einer Erkrankung sein.  Gelegentliches Ausschlafen, wenn du krank oder müde von einem besonders stressigen Arbeitstag bist, ist nicht besorgniserregend. Wenn du aber plötzlich jede Nacht mehr als 10 Stunden schlafen müssen, solltest du deine Schlafgesundheit einmal genauer unter die Lupe nehmen. Lies weiter und erfahre, was zu viel Schlaf bedeutet.

  • Warnzeichen für übermäßiges Schlafen
  • Wie viel Schlaf ist zu viel?
  • Ursachen für zu langes Schlafen: Warum schlafe ich zu viel? 
  • Optimale Menge an Schlaf: 4 Tipps, wie dein Körper die richtige Menge an Schlaf bekommt

Warnzeichen für übermäßiges Schlafen

Schlaf ist wichtig. Aber regelmäßig zu viel Schlaf ist nicht gut. Nach Angaben der National Sleep Foundation kann übermäßiger Schlaf zu den folgenden Symptomen führen:

  • Produktivitätsprobleme
  • wenig Energie am Tag
  • Angstsymptome
  • Gedächtnisstörungen
  • extreme Schläfrigkeit, die durch Nickerchen nicht behoben werden kann
  • extreme Müdigkeit, die nicht von der Menge des Schlafs abhängt

Wenn du besorgt über deine Symptome bist, solltest du einen Schlafexperten oder deinen Hausarzt aufsuchen. Ein Arzt kann feststellen, ob dein übermäßiger Schlaf durch eine Schlafstörung oder deine Schlafgewohnheiten verursacht wird.

Wie viel Schlaf ist zu viel?

Wie viel Schlaf ist zu viel? Das kommt darauf an. Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, sind der Schlafbedarf, der sich im Laufe des Lebens ändert, der Schlaf-Chronotyp das Alter, das Aktivitätsniveau, der allgemeine Gesundheitszustand und der Lebensstil. Die AASM empfiehlt die folgenden altersabhängigen Schlafmengen, die als allgemeiner Richtwert dienen können:

  • Neugeborene: 16 bis 18 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Kinder im Vorschulalter: 11 bis 12 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Kinder im Grundschulalter und Jugendliche: rund 10 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Erwachsene und Senioren: 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht

Dein persönliches Schlafbedürfnis kann von der Norm abweichen, ohne dass dies auf ein Problem hinweisen muss. Wenn du schon immer etwas mehr Schlaf gebraucht hast, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Achte stattdessen auf plötzliche Veränderungen in deinem Schlafrhythmus. Hast du dich etwa normalerweise nach 7 Stunden Schlaf ausgeschlafen und gut gefühlt, aber jetzt brauchst du schon fast 10 und fühlst dich schrecklich? Wenn das der Fall ist, könnte es ein Problem geben. Ebenso gibt es auch vorübergehende Ursachen für zu langes Schlafen. Wenn du krank bist, brauchst du wahrscheinlich eine Extraportion Schlaf, da dein Körper versucht, sich auszuruhen und die notwendigen Energiespeicher aufzubauen, um eine Infektion abzuwehren. Gleichermaßen kann der Körper auf große körperliche Anstrengungen oder akuten Stress mit einem erhöhten Ruhebedürfnis reagieren, um Gehirn und Körper zu regenerieren. Diese einmaligen Situationen sind kein Grund zur Besorgnis.

Ursachen für zu langes Schlafen: Warum schlafe ich so viel? 

Es gibt mehrere Ursachen, die ein übermäßig langes Schlafen erklären können. Wenn du dir Sorgen um deine Schlafgewohnheiten machst und deine Schlafdauer dein Wachleben negativ beeinflusst, solltest du deinen Hausarzt konsultieren, um nachhaltige Lösungen und Behandlungsmethoden kennenzulernen. Zu den Risiken von zu viel Schlaf und Erkrankungen, die mit zu viel Schlaf zusammenhängen, zählen:

  • Herzkrankheiten: Auch wenn die Forschung den Grund dafür noch nicht genau bestimmen konnte, besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Herzkrankheiten.
  • Depression: Rund 40 % der jüngeren und 10 % der älteren Menschen mit Depressionen schlafen zu viel; das kann die Symptome verschlimmern.
  • Kopfschmerzen: Wenn du zu Kopfschmerzen neigst, kann zu langes Schlafen Schmerzen auslösen.
  • Übergewicht: Studien legen nahe, dass gewohnheitsmäßig zu wenig und zu viel Schlaf ein Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht ist.
  • Probleme mit der Schilddrüse: Hormone haben einen großen Einfluss auf die Schlafqualität. Wenn die Produktion bestimmter Hormone in der Schilddrüse zu niedrig ist kann es zu Schlafproblemen kommen, etwa zu langem Schlafen aufgrund ständiger Erschöpfung.
  • Schlafapnoe: Wenn du plötzlich mehr Schlaf brauchst, kann das auf eine schlechtere Schlafqualität hinweisen. Als Reaktion darauf lässt dich dein Körper länger schlafen, um die schlechte Qualität zu kompensieren. Schlafstörungen wie Schlafapnoe können die Ursache dafür sein.
  • Diabetes: Sowohl Schlafmangel als auch zu viel Schlaf können das Risiko für Diabetes erhöhen.
  • Zu viel Alkohol: Zu viel Alkohol kann die Ursache für zu viel Schlaf und andere Schlafprobleme sein.
  • Narkolepsie: Diese neurologische Schlafstörung beeinträchtigt die Fähigkeit des Gehirns, die Schlaf- und Wachzyklen angemessen zu steuern.
  • Hypersomnie: Dies ist die Erkrankung, die bei Menschen diagnostiziert wird, die chronisch zu lange schlafen, wenn es keine bekannte Erklärung dafür gibt.
  • Medikamente: Einige Medikamente können das Schläfrigkeitsgefühl erhöhen, sodass du mehr schläfst. Trotzdem solltest du Medikamente niemals plötzlich absetzen, es sei denn, ein Arzt rät dir dazu.

Wenn du ständig das Gefühl hast, zu viel zu schlafen, oder das sogar tun musst, um die nötige Ruhe zu bekommen, solltest du dich wahrscheinlich an deinen Hausarzt wenden. Zwar benötigen einige wenige von uns wirklich mehr Schlaf als die meisten anderen, aber wenn du mehr als die empfohlene Menge schläfst, ist ein Gespräch mit deinem Hausarzt der beste nächste Schritt.

Optimale Menge an Schlaf: 4 Tipps, wie dein Körper die richtige Menge an Schlaf bekommt

Wenn du deinen Schlafrhythmus selbst in die Hand nehmen willst, findest du hier einige Tipps, die du vor dem Zubettgehen umsetzen kannst. Tipp Nr. 1: Beschränke Nickerchen auf ein Minimum: Wenn du schlecht einschläfst oder nicht durchschlafen kannst, ist der beste Nickerchen-Tipp, das Nickerchen auf ein Minimum zu beschränken.  Tipp Nr. 2: Lass dich mit Licht wecken: Wenn du dich Aufwachen häufig erschöpft fühlst, probiere einmal einen Lichtwecker aus. Lichtwecker heben das Licht in der Schlafumgebung sanft an und schaffen so den visuellen Impuls zum Aufwachen auf natürliche Weise. Wenn du dich morgens von Licht wecken lässt, fühlst du dich möglicherweise wacher und agierst im Einklang mit dem Biorhythmus deines Körpers. Tipp Nr. 3: Halte einen festen Schlafplan ein: Wenn du Probleme mit dem Einschlafen oder Aufwachen hast, könnte dir vielleicht ein Schlafzeitplan helfen. Wenn du die richtige Schlafdauer für dich gefunden hast, bleib dabei. Versuche, deine Schlafenszeit und Aufwachzeit konstant zu halten, auch an den Wochenenden und im Urlaub. Tipp Nr. 4: Miss deinen Schlaf: Wenn du mehr über deinen Schlaf erfahren möchtest, führe ein Schlaftagebuch, in dem du Aufwach- und Schlafenszeiten festhältst, oder probiere einen Schlaf-Tracker wie SleepScore oder SleepScore Max aus. Achte darauf, auch alle Veränderungen deines Lebensstils zu notieren, wie z. B. Alkoholkonsum oder längere Laufeinheiten als gewöhnlich. Miss deinen Schlaf mindestens eine Woche lang, bevor du einen Arzt aufsuchst.  Auch wenn über zu langes Schlafen nicht so viel berichtet wird wie über Schlaflosigkeit, solltest du die Anzeichen für den Übergang vom gelegentlichen zum chronischen Problem erkennen. Indem du deinen Lebensstil und deine Schlafgewohnheiten änderst oder mit deinem Arzt zusammenarbeitest, kannst du einen erholsameren und regelmäßigeren Schlaf genießen.